Was ist Stadtmarketing? Die grundsätzliche Aufgabe ist es, eine Stadt ähnlich einem Produkt zu vermarkten. Man könnte dazu auch „Standortmarketing“ oder „City Marketing“ sagen. Konkret geht es darum, unserem hübschen Karlstadt die Stellung als „Mittelzentrum“ zu erhalten. Dabei geht es nicht nur um Handel, Gewerbe und Direktvertrieb, sondern auch um Eventmanagement, Gastronomie und Hotels in Karlstadt. (Anm. der Red.: Laut Wikipedia bezeichnet „Mittelzentrum“ einen „zentralen Ort mittlerer Stufe“, und zwar gemessen an seiner Infrastuktur im Vergleich mit der näheren Umgebung. Zur Infrastruktur gehören dabei das vorhandene Angebot an Waren und Dienstleistungen, die Ansiedlung weiterführender Schulen, medizinische Versorgung, Freizeit- und Kulturangebote. Andere Mittelzentren in der Region sind (neben anderen) beispielsweise Hammelburg oder Marktheidenfeld.) Praktisch gesehen kümmert sich die Stadtmarketing GmbH also darum, Karlstadt und seine Ortsteile auf dem Markt besonders gut zu positionieren und zu profilieren.
Und wie sieht die konkrete Arbeit der Stadtmarketing Karlstadt aus?
Um das Ziel zu erreichen, arbeitet Dietholf Schröder an unzähligen „Baustellen“ zugleich. Sein Interesse gilt dem Stadtbild ganz allgemein, damit sich Besucher wohl fühlen und gerne wieder kommen.
- breites Angebot in Handel und Gewerbe
- Vielfalt in Gastronomie und im Angebot an Restaurants
- Hestaltung von Festen und Kulturangeboten durch Eventmanagement
- Parkraummanagement – wie es der Profi nennt – sollte funktionieren und Sinn machenUnd damit der begeisterte Besucher, nachdem er einen Parkplatz gefunden hat, auch hübsch einkaufen kann, sollte die Stadt natürlich ein möglichst und gastronomischer Betriebe vorweisen können.
Wie ist die Stadtmarketing GmbH entstanden?
Die Initiative geht auf die Gewerbetreibenden in Karlstadt zurück. In Zusammenarbeit mit der „CIMA GmbH“ (Kompetenzzentrum für Stadt- und Regionalentwicklung für Marketing im öffentlichen Sektor) wurde die Idee entwickelt, eine übergreifende Instanz zu schaffen, die das gesamte Angebot der Stadt unter einem Dach vereine. Denn im Lauf der Jahre wurde deutlich, dass es aufgrund der großen Konkurrenz Sinn machen würde, ganzheitlich und mit einer gemeinsamen Konzeption die Attraktivität Karlstadts zu erhalten und auszubauen.
2008 wurde dann offiziell entschieden, dass die Stadtmarketing GmbH diese Aufgabe übernehmen würde. Dietholf Schröder, bereits sieben Jahre lang Vorsitzender des Gewerbevereins, wurde für die neu geschaffene 30-Stunden-Stelle eingesetzt.
Wer finanziert die Stadtmarketing GmbH?
Die beiden Gesellschafter „Stadtverwaltung“ und „Gewerbe- und Tourismusverein“ teilen sich die festen Budges für das Projekt mit einer Beteiligung von 52% zu 48%. Die weitere Finanzierung aus Sponsoring und Werbung untermauert zudem den Haushalt.
Wie viele Leute arbeiten für das Stadtmarketing Karlstadt?
Außer Dietholf Schröder gibt es noch eine halbe Stelle für das Sekreteriat. „Die rechte Hand des Teufels“ so Schröder lachend. (nein! Schreiben Sie das nicht!) Als starke Ergänzung des Machers im Vordergrund kümmert sich Frau Balau-Reinhartz um die „Erdung“ und das Organisatorische im Hintergrund. Um den Internetauftritt und die neue Facebook Seite „Karlstadt – Die Eventstadt am Main“ kümmern sich ein Webdesigner und Texterin Heike Huber (
SchreibWaren-Content) als externe Dienstleister.
Was muss man können, um Chef einer Stadtmarketing GmbH zu sein?
Dietholf Schröder ist ein Selfmade-Man. Ursprünglich gelernter Bäcker hat er schnell seine Begabung zum genauen Beobachten und Einschätzen erkannt und autodidaktisch voran getrieben. Seine Arbeit als selbständiger Unternehmer im Anzeigenverkauf, als Coach und Unternehmensberater hat ihn immer wieder in seinem ganzheitlichen Ansatz bestätigt, nie nur das Einzelthema zu betrachten. Immer muss das gesamte Projekt mit vielfältigen Vorerfahrungen und neuen Ideen verknüpft werden, damit es langfristig erfolgreich ist. Nicht von Nachteil ist es sicher auch, dass Schröder sich als „gnadenlosen Optimisten“ bezeichnet.
Wie ist Ihre Arbeitszeit?
Regelrecht stehen 30 Wochenarbeitsstunden zur Verfügung. Dabei entfällt ein großer Teil natürlich auf die Veranstaltungen, die vor allem an den Wochenenden stattfinden. Das ist für mich aber kein Problem, denn wie gesagt – Eventmanagement spielt eine wichtige Rolle. Was macht Ihnen an der Arbeit besonderen Spass? „Die Kommunikation quer durch alle Bereich und die Möglichkeit, aktiv an der Stadtentwicklung teilhaben zu können.“
Quelle: Bearbeiteter Auszug aus „Schreibtische in Karlstadt“, Veröffentlicht im „karschter“, November 2010